Institut für Welternährung – Wissenschaftliche Expertise und journalistische Kompetenz

Warum ein Institut für Welternährung?
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts mehren sich die Zeichen für einen Paradigmenwechsel in der Welternährung. Der Hunger, der im 20. Jahrhundert noch als besiegbar galt, kommt  zurück. Die globalen Getreidevorräte sanken auf den niedrigsten Stand seit dem zweiten Weltkrieg. Die Preise für Lebensmittel stiegen auf einen Höchststand seit 50 Jahren. Die Zahl der Hungernden, die sich bis 2006 kontinuierlich verringert hatte, stieg innerhalb eines Jahres dramatisch um fast 200 Millionen auf 1,1 Milliarden Menschen weltweit.

Diese Entwicklung wäre vorhersehbar gewesen, wenn es eine Instanz gegeben hätte, die die Grundlagen der Welternährung im Blick gehabt hätte. Aber diese Watchdog-Instanz gab es nicht. So wurde die Welt 2007 unvorbereitet von einer Nahrungsmittelkrise überrascht, die sich, wie die nähere Betrachtung zeigt, schon seit Jahrzehnten anbahnte.

Die Institutionen der Weltgemeinschaften, auch die Welternährungsorganisation FAO, haben diese Entwicklung bisher nur unzureichend thematisiert. Die Agrar- und Ernährungswissenschaften, die in den letzten Jahrzehnten auf ein Minimum zusammengespart wurden, waren nicht in der Lage, die Komplexität der Entwicklung hinreichend zu erfassen, geschweige denn zu prognostizieren. Die nationale ebenso wie die internationale Politik hat den Fragen der Welternährung weder die notwendige Aufmerksamkeit noch die notwendigen Mittel zukommen lassen.

Flächendeckende Defizite
Dies schlägt sich in einem flächendeckenden Defizit an Information, Kommunikation, Forschung und Politik in Sachen Welternährung und ihrer Zukunft nieder.

  • Was fehlt, ist Wissen und Problembewusstsein über Lage und Perspektive der Welternährung und der Risiken des derzeit eingeschlagenen Kurses, nicht zuletzt für die weltpolitische Stabilität.
  • Bedenklich ist die Unkenntnis der Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Lebensmittelindustrie und der Agrarpolitik des Nordens und der sich zuspitzenden Krise des Südens.
  • Ignorant werden die Spielräume, die sich in der Nahrungskette und in den Ernährungsgewohnheiten zeigen, für die Sicherung der Welternährung vernachlässigt.
  • Das Defizit erstreckt sich bis in die Ansätze einer interdisziplinären Forschung, die die Stressfaktoren der Welternährung, Bodenerosion, Wassermangel, Artensterben, Erschöpfen der Rohöl-, Phosphat- und Kalireserven ebenso in Betracht zieht wie die Folgen des Weltklimas.
  • Fatal wirkt sich das Fehlen langfristiger Prognosen auf die Strategien und Konzepte in  Forschung und Politik aus

 An diesen offenkundigen Mängeln setzt die Idee eines Instituts für Welternährung an.

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