Deutsche Agrarkonzerne profitieren von Entwicklungshilfe

Studie von Oxfam Deutschland

 

Die Bundesregierung begünstigt unter dem Deckmantel der Hungerbekämpfung einseitig die Agenda großer Agrarkonzerne, empfiehlt konkrete Markenprodukte und zum Teil hochgiftige Pestizide. Zu diesem Fazit kommt Oxfam Deutschland in dem Bericht "Böcke zu Gärtnern. Warum die aktuelle Kooperation mit Agrarkonzernen eine nachhaltige Landwirtschaft verhindert".

 

Demnach verstößt das Entwicklungsministerium (BMZ) bei Kooperationsprojekten mit Agrarkonzernen gegen eigene Vorgaben, schließt agrarökologische Ansätze de facto aus und übergeht Kleinbauern bei der Projektentwicklung.
 
Die Oxfam-Studie zeigt, wie aktuelle Kooperationsprojekte mit Agrarkonzernen wie Bayer, BASF und Yara auf eine industrielle Landwirtschaft setzen. Von Hunger hauptsächlich betroffene Gruppen wie Kleinbauern oder Frauen wurden bei der Entwicklung der untersuchten Projekte bis auf eine beschränkte Ausnahme dagegen nicht beteiligt.

 

Oxfam wertete für den Bericht zahlreiche über das Informationsfreiheitsgesetz erhaltene Dokumente und Schulungsmaterialien zu drei öffentlich-privaten Partnerschaften (PPPs) aus: die Better Rice Initiative Asia (BRIA), die Competitive African Rice Initiative (CARI) sowie die Potato Initiative Africa (PIA).

 

Die vollständige Pressemitteilung von Oxfam Deutschland finden Sie hier.


Zur Studie "Böcke zu Gärtnern. Warum die aktuelle Kooperation mit Agrarkonzernen eine nachhaltige Landwirtschaft verhindert" geht es hier.

 

IWE Berlin, 02.09.2016

 

Spendenkonto

Institut für Welternährung e.V.

GLS Bank

IBAN: DE54 4306 0967 1138 5065 00 | BIC: GENODEM1GLS

 

Ihre Spende kann steuerlich geltend gemacht werden

Empfehlungen

Klimawandel ist die Sache der anderen? Falsch: Er wird uns schneller erreichen, als uns lieb ist und er trifft uns in unserer Komfortzone.  Die Saatgut-Monopole der Welt-Landwirtschaft haben auf die falschen Pflanzen gesetzt. Ihre Hochleistung lässt sich nicht durchhalten. Der Klimawandel zeigt der industriellen Landwirtschaft ihre Grenzen auf.

Wie Suffizienzpolitiken gelingen - eine Handreichung von Manfred Linz
Wuppertal Spezial Nr 52, Wuppertal Institut

Regional, innovativ und gesund

Nachhaltige Ernährung als Teil der Großen Transformation

Steven Engler, Oliver Stengel, Wilfried Bommert (Hg.)

1. Auflage 2016
Vandenhoeck & Ruprecht

 

 

 

 

 

 

 

Wie unser Essen produziert wird - Auf der Suche nach Lösungen für die Ernährung der Welt

Vorreiter einer globalen Ernährungswende - Ein Projekt des IWE

Forschung für die Ernährungwende

Kann das derzeitige Modell der Land- und Ernährungswirtschaft die Zukunft sichern?
Vor welchen Aufgaben stehen die Agrar- und Ernährungs-wissenschaften im 21. Jahrhundert?

Welche Forschung sollte vorrangig gefördert werden?
 
Mehr im Positionspapier des IWE 7/2014

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap
© World Food Institute - Institut für Welternährung e.V.
Impressum