Analysen und Fakten im Überblick

 

 

Klimawandel: Die Folgen für die Landwirtschaft

Wissenschaftliches Langzeitexperiment zeigt erste Ergebnisse

 

UFZ/ André Künzelmann

"In einem Langzeitexperiment untersuchen Wissenschaftler, wie sich die Erderwärmung auf verschiedene Formen der Landnutzung hierzulande auswirkt. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Produktivität um mehr als 20 Prozent abnehmen könnte.

 

Auf 50 Parzellen, jede 16 mal 24 Meter groß, wollen Wissenschaftler herausfinden, wie sich der Klimawandel auf die Landwirtschaft auswirkt. In Bad Lauchstädt, südwestlich von Halle an der Saale, arbeiten seit 2014 vierzig Wissenschaftler, zur Hälfte vom UFZ, zur Hälfte von anderen Forschungseinrichtungen und Universitäten, gemeinsam mit sieben Doktoranten und zehn Technikern an dem einzigartigen, auf 15 Jahre angelegten Versuch.

 

"Es gibt weltweit schon viele Klimaexperimente, die in verschiedenen Regionen, mit verschiedenen Systemen einzelne Landnutzungen wie Grasland, Maisfelder oder Heidelandschaften untersuchen", erklärt Martin Schädler, Projektleiter des Global Change Experimental Facility (GCEF). "Uns interessierte aber die Frage, wie verschiedene Landnutzungstypen auf die Klimaänderung reagieren, wo es Unterschiede gibt und wo Gemeinsamkeiten.""

 

Zum kompletten Artikel geht es hier.

 

Verbrannte Mandeln: Wie der Klimawandel unsere Teller erreicht

von Wilfried Bommert und Marianne Landzettel

 

Klimawandel ist die Sache der anderen? Falsch: Er wird uns schneller erreichen, als uns lieb ist und er trifft uns in unserer Komfortzone. Bei Kaffee, beim Rotwein, auf der Grillplatte, beim Spargelessen, bei den Oliven. Er greift nach der süßen Seite unseres Lebens, nach Kakao und Schokolade. Selbst Austern und Miesmuscheln sind in Gefahr. Orangensaft adé. Mandeln verbrannt! Was tun?


Selbst Tee trinken hilft nicht mehr weiter. Die Monokulturen halten den Stress von Hitze und Dürre nicht aus. Die Saatgut-Monopole der Welt-Landwirtschaft haben auf die falschen Pflanzen gesetzt. Ihre Hochleistung lässt sich nicht durchhalten. Der Klimawandel zeigt der industriellen Landwirtschaft ihre Grenzen auf. Zu viel oder zu wenig Regen, zu hohe oder zu niedrige Temperaturen bringen die Ernten ebenso in Gefahr wie neue Schädlinge. Die Kosten steigen, Anbaugebiete müssen aufgegeben werden. Unser Teller wird sich leeren, wenn die Weltlandwirtschaft nicht neu aufgestellt wird, und zwar vielfältig und ökologisch, robust gegenüber Wetterextremen.


Zwei ausgewiesene Experten zeigen anhand von zehn beliebten Nahrungsmitteln die Folgen des Klimawandels und beantworten die Frage, wie wir den veränderten Bedingungen begegnen können: Die Agrarwende steht an, nur Nachhaltigkeit kann unsere Ernährung sichern.

 

Über die Autoren:

 

Wilfried Bommert, promovierter Agrarwissenschaftler, war Begründer und Leiter der Umweltredaktion des WDR und ist Mitbegründer des Instituts für Welternährung, Berlin.

 

Marianne Landzettel ist Journalistin, sie arbeitete für SDR/SWR, Zeitfunk und Landfunk, war zehn Jahre bei BBC World Service tätig. Seit 2013 arbeitet sie als freie Journalistin (Schwerpunkt Nahrungsmittel und Landwirtschaft). Schreibt für Medien in Deutschland und den USA, in Großbritannien regelmäßiger Blog für die Soil Association. Sie lebt in London.

 

Mehr Informationen zum Buch sowie eine Leseprobe finden Sie hier.

 

Agrar-Report 2017 - Biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft

Bundesamt für Naturschutz

 

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vorgelegt. Das BfN zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik."


Für seinen Agrar-Report hat das Bundesamt für Naturschutz die Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsvorhaben zur Entwicklung der Natur in der Agrarlandschaft zusammengeführt, die deutlich belegen, dass sowohl die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union als auch die nationale Umsetzung hinsichtlich der Erhaltung der Biodiversität versagt haben. Sie leisten keinen substanziellen Beitrag, dem anhaltenden Verlust biologischer Vielfalt in den Agrarlandschaften entgegen zu wirken.

 

BfN-Agrar-Report_2017.pdf
PDF-Dokument [3.3 MB]

Nachhaltig genießen

Rezeptbuch für unsere Zukunft

 

Frische Tomaten und Erdbeeren im Winter, Fleisch, Milch und Kaffee zu Dumpingpreisen, lauter stark verarbeitete Produkte - beim Gang durch den Supermarkt wird schnell klar, dass manches nicht ganz unproblematisch ist. Beim Thema Ernährung hören und lesen wir immer häufiger Begriffe wie Bio-Anbau, Regionale Herkunft, Fairer Handel und Nachhaltigkeit.Vielen von uns ist klar, dass wir …anders essen… sollten, und wir wissen, dass es uns und der Natur und den Menschen in armen Ländern dann besser gehen könnte.

 

 

Doch wie lassen sich altbekannte Essgewohnheiten ändern? Wo fange ich an? Kann ich als einzelner überhaupt etwas bewirken? Und ist das nicht alles furchtbar anstrengend und unlecker? Sie müssen keine Heilige werden, Ihr Auto verkaufen oder nur noch selbstangebautes Gemüse essen. Es ist erstaunlich einfach, den täglichen Speisezettel nachhaltiger zu gestalten. Karl von Koerber, langjähriger Nachhaltigkeitsdenker in Sachen Ernährung, lädt Sie dazu ein, vor bzw. nach dem Einkaufen und Kochen über diese Zusammenhänge nachzudenken.

 

"Nachhaltig genießen. Rezeptbuch für unsere Zukunft.", Autoren: Koerber Kv, Hohler H, TRIAS Verlag, Stuttgart, 158 S., 2012. Mehr Informationen hier.

 

Vollwert-Ernährung

Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung

 

Die Vollwert-Ernährung als ganzheitliches Ernährungskonzept leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr globaler Nachhaltigkeit. Das Buch erläutert verständlich die gesundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Vernetzungen und die damit verbundenen Probleme unserer Ernährungsweise.

 

Dazu bietet es mögliche Lösungswege an, ohne dabei den wichtigen Aspekt "Genuss beim Essen" zu vergessen. Erfahren Sie, wie Vollwert-Ernährung die eigene Gesundheit fördert, die Umwelt schont, faire globale Wirtschaftbeziehungen ermöglicht und so zu mehr sozialer Gerechtigkeit führt.


"Vollwert-Ernährung - Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung", Autoren: Koerber Kv, Männle T, Leitzmann C, Haug Verlag, Stuttgart, 11., unveränderte Auflage der 10., vollständig neu bearbeiteten und erweiterten Auflage von 2004, 420 S., 2012. Mehr Informationen hier.

 

Tipping Point - a podcast on climate justice in the Anthropocene

Heinrich-Böll-Stiftung

 

Public Domain

This series of podcasts explores pathways for climate justice in the Anthropocene - a geological epoch shaped by humans. Should we become stewards of our planet or live in harmony with nature to achieve a good life for all?

 

The podcast takes the listeners on a journey to find out how we can reach the Paris goals. Through the lens of activists, experts, and scientists around the world, we reflect on this exciting challenge and explore paths that might lead us into a better future.

 

You can find the podcast series here.

 

IWE Berlin, 18.05.2017

 

Dossier: Partnerschaften mit Risiken

Chancen, Gefahren & Nebenwirkungen von Multi-Akteur-Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung

 

Multi-Akteur-Partnerschaften, in denen internationale Organisationen, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, nehmen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der 2030-Agenda und der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ein. Neben den Chancen, die solche globalen Partnerschaften für nachhaltige Entwicklungsprozesse bieten können, liegen darin auch eine Reihe von Risiken.

 

Dieses Dossier nimmt daher verschiedene Formen des derzeit herrschenden Partnerschaftstrends kritisch unter die Lupe und thematisiert die Möglichkeiten und die Grenzen von Partnerschaften bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. Die zentrale Frage lautet: Wie können Lösungen für die globalen Herausforderungen im Rahmen eines demokratischen Multilateralismus gefunden werden – und welche Rolle sollten Kooperationsmodelle öffentlicher und privater Akteure darin spielen?

 

Das Dossier "Partnerschaften mit Risiken - Über die Chancen, Gefahren und Nebenwirkungen von Multi-Akteurpartnerschaften für nachhaltige Entwicklung" von Brot für die Welt, Global Policy Forum und Misereor in Zusammenarbeit mit der Redaktion welt-sichten finden Sie hier.

 

IWE Berlin, 18.05.2017

 

Meeresatlas 2017 zeigt beispiellosen Druck auf die Ozeane

Heinrich-Böll-Stiftung

 

Die Weltmeere stehen unter zunehmenden Druck und verändern sich rapide: Sie sind überfischt, verschmutzt und vermüllt, sie heizen sich auf und versauern, die Artenvielfalt nimmt ab – und zugleich verstärken sich die Auswirkungen dieser Prozesse gegenseitig. Das zeigt der „Meeresatlas 2017“, der auf 50 Seiten und in rund 80 Grafiken Daten, Fakten und Zusammenhänge über unseren Umgang mit dem Ozean präsentiert.

 

Die Herausgeber - Heinrich-Böll-Stiftung, der Kieler Forschungsverbund Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und die Monatszeitung für internationale Politik, Le Monde Diplomatique - haben in 18 Beiträgen die wichtigsten Dimensionen zur Wechselwirkung zwischen den Menschen, dem Ozean und seiner Küsten zusammengetragen. Gemeinsam fordern sie ein Umdenken und ein umfassendes internationales Kontroll- und Schutzsystem für die Ozeane.

 

Die Meere der Erde kommen durch zunehmende menschliche Eingriffe unter Druck und das dort lebende Ökosystem wandelt sich zum Teil rapide. Mit ihrer Fähigkeit, bis zu 27% des ausgestoßenen CO2 und zugleich 93% der globalen Erderwärmung aufzunehmen, dämpfen die Ozeane die menschengemachte Klimaerwärmung. Mittlerweile lässt sich die Erwärmung sogar in der Tiefsee dokumentieren, und das extra aufgenommene CO2 lässt die Meere versauern. Das hat messbare Folgen: Die Abnahme des pH-Werts (Versauerung) in einzelnen, besonders produktiven Ozeanregionen übertraf 2017 bereits die Prognose für den globalen Ozean im Jahr 2100. Hier kann die fortschreitende Versauerung schon in kürzester Zeit tiefgreifende Auswirkungen auf die Nahrungsketten haben.

 

Zudem sind 58% der globalen Fischbestände maximal genutzt, 31% sind sogar überfischt und bei nur 10% ist noch Luft nach oben. Manche Bestände von Speisefischen wie Schwertfisch, Hai oder Kabeljau sind bereits um bis zu 90% geschrumpft. Einzelne Tiergruppen wie Wale, Seeschildkröten oder viele Rifffische sind bedroht oder stehen vor dem Aussterben. Zugleich hat sich bei fast gleichbleibendem Wildfischfang der Konsum von Fisch aus Aquakulturen in knapp 30 Jahren mehr als vervierfacht. Heute kommt jeder zweite Speisefisch aus der Aquakultur – und verschärft in der Regel das Problem: Zuchtfische in Aquakultur verbrauchen bis zu 20 kg Wildfisch pro kg Eigengewicht.

 

Neben der deutschen Fassung ist die Ausgabe auch in englischer Sprache erhältlich.
Weitere Informationen und Grafiken finden Sie hier.

 

IWE Berlin, 18.05.2017

 

Soil Organic Carbon: The hidden potential

Report published by FAO

 

The publication "Soil Organic Carbon: The hidden potential" by FAO provides an overview to decision-makers and practitioners of the main scientific facts and information regarding the current knowledge and knowledge gaps on Soil Organic Carbon.

It highlights how better information and good practices may be implemented to support ending hunger, adapting to and mitigating climate change and achieving overall sustainable development. In the presence of climate change, land degradation and biodiversity loss, soils have become one of the most vulnerable resources in the world.

 

Soils are a major carbon reservoir containing more carbon than the atmosphere and terrestrial vegetation combined. Soil organic carbon (SOC) is dynamic, however, and anthropogenic impacts on soil can turn it into either a net sink or a net source of GHGs. Enormous scientific progress has been achieved in understanding and explaining SOC dynamics.

 

Yet, protection and monitoring of SOC stocks at national and global levels still face complicated challenges impeding effective on-the-ground policy design and regionally adapted implementation. After carbon enters the soil in the form of organic material from soil fauna and flora, it can persist in the soil for decades, centuries or even millennia. Eventually, SOC can be lost as CO2 or CH4 emitted back into the atmosphere, eroded soil material, or dissolved organic carbon washed into rivers and oceans. The dynamics of these processes highlight the importance of quantifying global carbon fluxes to ensure maximum benefits of SOC to human well-being, food production, and water and climate regulation.

 

Download the report "Soil Organic Carbon: The hidden potential" here.

 

IWE Berlin, 3.05.2017

 

Study: Less pesticide rarely causes loss

Nature Plants

 

eLKayPics/Flickr

A large-scale study covering a wide range of arable farming systems reveals that, besides the obvious environmental benefits, low pesticide use rarely decreases productivity and profitability.

 

You can purchase the full article here.

 

Einen Artikel der Süddeutschen Zeitung über die Studie finden Sie hier.

 

IWE Berlin, 1.03.2017

 

Vielfalt der Ackerwildkräuter auf Öko-Äckern bis zu neunmal höher

WWF-Analyse

 

Kornblumen und Mohn in Bio-Wintergerste, Gut Barz © Frank Gottwald

Auf ökologisch bewirtschafteten Äckern geht es in Sachen Ackerwildkräuter bunter und reicher zu als auf konventionellen Flächen. Das ist das Ergebnis einer vergleichenden WWF-Analyse. Auf den Äckern des Öko-Landbaus ist die Vielfalt bis zu neunmal größer. Von Kornblume, Lämmersalat oder Feld-Rittersporn wachsen dort zudem bis zu zwanzigmal mehr Exemplare.

 

Die Kräuter bedecken bis zu 37 Prozent der ökologisch bewirtschafteten Fläche. Im herkömmlichen Bereich sind es höchstens sieben Prozent. Wo Ackerwildkräuter Mangelware sind, haben es viele Insekten, Vögel oder Säuger schwer. Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland, warnt: „Wir stehen kurz vor einem Arten-Kollaps auf unseren Feldern und Wiesen. Noch ist eine Trendwende möglich, wenn es gelingt, die Fläche des Ökolandbaus zügig erheblich auszuweiten. Der Gesetzgeber muss außerdem Totalherbizide grundsätzlich verbannen, weil sie alle Pflanzen ausnahmslos vernichten. Verboten gehören auch Neonikotinoide, mit denen Saatgut behandelt wird. Sie stehen in Verdacht, das Bienen- und Insektensterben mit zu verursachen.“

 

Mehr dazu hier. Die Analyse zum Download finden Sie hier.

 

IWE Berlin, 28.02.2017

 

Wie Suffizienzpolitiken gelingen können

Eine Handreichung von Manfred Linz, Wuppertal Institut

 

Suffizienz wird als persönlicher Lebensstil hoch geschätzt. Als unentbehrlicher Teil zukunftsfähigen Lebens und Wirtschaftens wird sie aber erst Wirkung erlangen, wenn sie politisch durchgesetzt und damit verpflichtend wird. In einem ersten Text hat Manfred Linz vom Wuppertal Institut 30 Suffizienzpolitiken kartiert und begründet.

 

In seiner Handreichung "Wie Suffizienzpolitiken gelingen", die sich sowohl an politische EntscheiderInnen wie an aktive BürgerInnen richtet, geht er nun der Frage nach, auf welche Weise staatliche Maßnahmen dieser Art mit ihren Anreizen, aber eben auch mit ihren Grenzsetzungen und Verboten in der Wahlbevölkerung annehmbar werden können. Dafür untersucht Manfred Linz acht Politiken - unter anderem den Veggie Day der Grünen und die Lebensmittelampel-, um aus ihnen Merkmale für die Akzeptanz von Suffizienzpolitiken zu gewinnen.

 

Die Handreichung "Wie Suffizienzpolitiken gelingen - eine Handreichung", Autor: Manfred Linz, Wuppertal Spezial Nr. 52, Wuppertal Institut gibt es hier zum Download.

 

IWE Berlin 21.02.2017

 

Berlin könnte sich zu Dreiviertel aus der Region ernähren

Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Luise V./Flickr

"Die zukünftige Welternährungssicherung wird häufig im Hinblick auf Bevölkerungswachstum und Klimawandel diskutiert. Dabei gelten die Länder des „Globalen Südens“ als besonders vulnerabel. Ernährungssicherheit ist jedoch auch für den „Globalen Norden“ aufgrund der zunehmenden Bevölkerungskonzentration in Städten von besonderer Aktualität.

 

Dabei steht nicht Nahrungsknappheit, sondern die „Delokalisation“ von Produktion und Ernährung im Vordergrund, die die Stadt stark von externen Faktoren abhängig macht. Vor diesem Hintergrund wurden in einer Flächenbilanzierung nach ISO 14040/44 die Flächen bilanziert, die die Stadt Berlin unter heutigen Ernährungsgewohnheiten verbraucht, diese regionalen Flächenkapazitäten (hier: Brandenburg) gegenübergestellt und Handlungsoptionen zur Verringerung des Flächenbedarfs untersucht. Von den benötigten Flächen liegen 28 % im Ausland. Diese Importe werden von Berlin-Brandenburg derzeit nicht durch entsprechende Exporte (gemessen an virtueller Fläche) ausgeglichen.

 

Zudem überschreitet die zu Ernährungszwecken beanspruchte Fläche pro Person deutlich das sozial-ökologisch verträgliche Niveau. Daraus ergeben sich Fragen nach der Resilienz (Widerstandsfähigkeit) des städtischen Ernährungssystems und nach den regionalen Versorgungsmöglichkeiten. Dabei zeigt sich, dass neben einer Änderung der Konsummuster, die auch mit einem hohen Anteil an vermeidbaren Lebensmittelverlusten einhergehen, auch ein Umdenken in der inländischen (regionalen) Produktion nötig wäre, um die Selbstversorgungskapazität Berlins zu erhöhen." (Zusammenfassung)

 

Die Studie finden Sie hier. Zum Artikel "Regional essen: Funktioniert das?" von natur.de geht es hier.

 

IWE Berlin, 21.02.2017

 

Governing Urban Food Systems in the Long Run

Comparing Best Practices in Sustainable Food Procurement Regulations
By Lukas Fesenfeld

 

Today’s food and agricultural systems are closely linked to pressing challenges for sustainable human life. Longer-term policy-making is seriously needed. Urban decision-makers have considerable power to shape the food and agricultural sector by, among other things, changing public food procurements towards greater sustainability.

 

Abstract

The aim of this comparative study is to explain variation in the ambitiousness of policy targets and the successful implementation of urban food policies in the cities of Zurich, Munich and Nurem- berg. I conducted an in-depth process-tracing analysis of the mech- anisms behind the adoption and implementation of 13 sustainable food procurement regulations officially adopted by the city councils from 2003 to 2014. In all 13 cases, high electoral safety, credible expectations of long-term policy benefits and high executive insti- tutional capacity are necessary conditions for the adoption of long- term policies. However, they do not explain variation in target’s ambition and implementation’s success. Based on theory-building process-tracing, I argue that the variation in the degree of adoption and implementation success of long-term policies can be explained by five policy process and design features:

 

1. deliberative and cor- poratist governance mechanisms,

2. a high level of central coordi- nation for crosscutting policy implementation,

3. involvement of decision-makers in policy networks,

4. strong use of evidence-based instruments,

5. bundling of short-term and long-term benefits.

 

Governing Urban Food Systems in the Long Run. Comparing Best Practices in Sustainable Food Procurement Regulations GAIA 25/4 (2016): 260 – 270. Download here.

 

IWE Berlin, 20.01.2017

 

Beispiellose Fusionswelle in Agrar- und Ernährungsindustrie

Konzernatlas 2017

 

Immer weniger Konzerne bestimmen weltweit über einen immer höheren Anteil der Lebensmittelerzeugung – zum Nachteil von Kleinbäuerinnen und -bauern, Landarbeiterinnen und -arbeitern sowie der regionalen Lebensmittelversorgung. Das zeigt der „Konzernatlas 2017“, eine Zusammenstellung von Analysen, Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie. Die Herausgeber – Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique – warnen davor, dass die Konzentration im Agrarsektor die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gefährdet und fordern stärkere Kontrolle im Agrar- und Ernährungssektor.

 

Von den zwölf kapitalintensivsten Übernahmen börsennotierter Konzerne in 2015 und 2016 fanden fünf Fusionen im Agrar- und Ernährungsbereich statt. Der Börsenwert der Fusionen im Landwirtschaftssektor übertraf  vielfach die in anderen großen Branchen fusionierten Werte. So war 2015 der Transaktionswert von Unternehmen in der Agrar- und Lebensmittelindustrie mit 347 Milliarden Dollar fünf Mal höher als der Wert von Fusionen im Pharma- oder im Ölsektor. Inzwischen kontrollieren lediglich vier Großkonzerne rund 70 Prozent des Welthandels mit Agrarrohstoffen, drei Konzerne dominieren 50 Prozent des Weltmarkts für Landtechnik und in Deutschland decken vier Supermarktketten 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels ab. Finden weitere Mega-Fusionen wie derzeit geplant statt, würden nur drei Konzerne mehr als 60 Prozent des globalen Marktes für kommerzielles Saatgut und für Pestizide beherrschen.

 

Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, betonte, dass es durchaus Alternativen zur wachsenden Konzernmacht gebe: "Mehr als zehn Millionen Kleinbetriebe weltweit bauen Reis nach agrarökologischen Methoden an und steigern so ihre Erträge, ohne von Konzernsaatgut oder -dünger abhängig zu werden. In Brasilien erhalten rund 45 Millionen Kinder Schulessen von regionalen Kleinbauern. Es an der Zeit, auch in Deutschland die öffentliche Beschaffung auf Kriterien wie bäuerliche Erzeugung aus der Region, handwerkliche Verarbeitung und Ökolandbau umzustellen. So würde man viele Akteure an der Wertschöpfung beteiligen anstatt überwiegend nur wenige Großunternehmen.“

 

IIWE Berlin 10.01.2016

 

Sustainable Food Systems: The Role of the City

Robert Biel, UCL Press

 

"Faced with a global threat to food security, it is perfectly possible that society will respond, not by a dystopian disintegration, but rather by reasserting co-operative traditions. This book, by a leading expert in urban agriculture, offers a genuine solution to today’s global food crisis. By contributing more to feeding themselves, cities can allow breathing space for the rural sector to convert to more organic sustainable approaches."

 

 

Robert Biel teaches Political Ecology at the Bartlett Development Planning Unit, UCL, and also runs a Master’s module on Food and the City. His books include The Entropy of Capitalism (Brill/Haymarket Press, 2013). He is an allotment holder, with 15 years’ experience in low-input, intensive food-growing, and is involved in several research projects exploring a specifically urban agroecology.

 

Download here.

 

IWE Berlin, 13.12.2016

 

Bäuerliche Saatgutsysteme bedroht

Jahrbuch zum Recht auf Nahrung

 

Brot für die Welt und FIAN haben als Mitherausgeber zum neunten Mal das Jahrbuch zum Recht auf Nahrung vorgestellt. Schwerpunkt des Berichts ist der Zugang zu Saatgut. Vor dem Hintergrund der aktuellen Megazusammenschlüsse wie dem Versuch von Bayer, den US-Saatgutkonzern Monsanto zu übernehmen, ist dies ein aktuelles und brisantes Thema. Brot für die Welt und FIAN prangern den Machtzuwachs der Konzerne an.

 

Bernhard Walter, Ernährungsexperte von Brot für die Welt: „Die Mega-Zusammenschlüsse unter den Pestizid- und Saatgutkonzernen schreiten immer weiter voran. Was im letzten Jahr mit dem Zusammenschluss Dow – DuPont begann, setzte sich mit Syngenta – ChemChina fort und findet seinen vorläufigen Höhepunkt mit der Übernahme von Monsanto durch Bayer. Die drei neuen Konzerne werden damit 60 Prozent des kommerziellen Saatgutmarktes und 70 Prozent des Pestizidmarktes kontrollieren. Wir befürchten, dass diese Megafusionen das Recht auf Nahrung bedrohen.“

 

Download des neunten Jahrbuchs zum Recht auf Nahrung hier.

 

IWE Berlin, 3.11.2016

 

 

Oxfam-Bericht: "Burning land, burning the climate“

Europäische Bioenergiepolitik auf Kollisionskurs

 

Die Europäische Union muss ihre derzeitige Bioenergiepolitik beenden, da sie im Widerspruch zu den globalen Nachhaltigkeitszielen und dem Pariser Klimaabkommen steht: Sie führt zu einer Zunahme von Landkonflikten, Armut und Umweltschäden wie Beispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika zeigen. Der neue Oxfam-Bericht „Burning land, burning the climate“ zeigt außerdem, dass die Ausgaben der Biosprit-Hersteller für die Einflussnahme auf europäische Institutionen genauso hoch sind, wie die der Tabak-Lobby.

 

Am 7. Dezember diskutiert EU-Kommission die Überarbeitung ihrer Bioenergie-Politik. Der neue Oxfam Bericht  „Burning the land, burning the climate“ zeigt, dass dies dringend nötig ist.  “Die EU verfolgt eine falsche Strategie, die mit ihren entwicklungs- und klimapolitischen Zielen kollidiert. Die aktuelle Bioenergiepolitik der EU führt zu Vertreibung, Armut und Hunger“, kritisiert Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale.

 

Zum Download des Oxfam-Berichts "Burning land, burning the climate“ geht es hier.

 

IWE Berlin, 31.10.2016

 

"Inclusive Use of Urban Space"

RUAF Foundation

 

The latest issue of the UA Magazine: "Inclusive Use of Urban Space" explores the issue of community engagement in shaping urban and periurban agriculture and food policies and plans. Key questions explored in this issue are how communities are engaging in urban food policymaking and planning and how local governments are responding to community demands for food policies and plans.

 

Download "Inclusive Use of Urban Space" here.

 

IWE Berlin, 30.10.2016

 

Broschüre: "Besser Anders. Anders Besser"

Mit Agrarökologie die Ernährungswende gestalten

 

In der Broschüre „Besser Anders. Anders Besser“ zeigen Brot für die Welt, FIAN, das Forum Umwelt und Entwicklung, die Heinrich-Böll-Stiftung, das INKOTA-netzwerk, MISEREOR, Oxfam und die Rosa-Luxemburg-Stiftung, wie Agrarökologie erfolgreiche Alternativen zu industrieller und exportorientierter Landwirtschaft schafft.

 

Das Bündnis fordert die Bundesregierung auf, endlich agrarökologische Ansätze und alternative Vermarktungsformen stärker zu fördern und eine Ernährungswende voranzubringen. Statt um Profite für Agrarkonzerne müsse es ihr um die Unterstützung von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen weltweit, den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie um gute Ernährung für alle gehen.

 

Zum Download der Broschüre "Besser anders, anders besser: Mit Agrarökologie die Ernährungswende gestalten" geht es hier.

 

IWE Berlin, 28.10.2016

 

Harald Lemke: "Ethik des Essens"

Einführung in die Gastrosophie

 

Wie ernähren wir uns verantwortungsvoll? Ernährungsethik zählt zu den neuesten Entwicklungen der praktischen Philosophie. Angesichts der globalen Ernährungskrise stellt sie sich den unausweichlichen Fragen: Wie kann sich die Menschheit ernähren? Wie "gut" sollten wir essen, so dass alle in den Genuss guten Essens kommen? Wie lässt sich eine Gastroethik begründen?


Weit mehr als von Kapitalismuskritik oder der Ausweitung der internationalen Protestbewegungen geht die Ernährungswende von unserem Denken aus – von einem gastrosophischen Umdenken. Harald Lemke macht deutlich: Es ist höchste Zeit, die dafür notwendigen Grundlagen zu schaffen und mit einer radikalen Selbstkritik der westlichen Philosophie des Essens zu beginnen. Die
Neuausgabe enthält ein ausführliches Vorwort zur Frage: "Was isst der Mensch?"

 

Über den Autor: Harald Lemke (Dr. phil. habil.), geb. 1965, ist Direktor des Internationalen Forums Gastrosophie und lehrt Philosophie am Zentrum für Gastrosophie der Universität Salzburg. Er ist Gastprofessor an der Slow Food Universität Pollenzo, am Department of Urban Management der Universität Kyoto sowie am Department of Philosophy der East China Normal University Shanghai und Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

 

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Internationalen Forums Gastrosophie.

 

Das Buch "Ethik des Essens – Einführung in die Gastrosophie" von Harald Lemke, Seiten: 592, Erscheinungsdatum 2. Auflage - überarbeitete Neuauflage: 05.2016 können Sie hier bestellen.

 

IWE Berlin 12.09.2016

 

Bioökonomie: Neuer Raubbau oder Wirtschaftsform der Zukunft?

Buch "Global Gardening" von Christiane Grefe

 

Welches Potenzial hat Bioökonomie? Der Begriff weckt Assoziationen intelligenten Wirtschaftens im Einklang mit den Ressourcen der Erde. Zugleich schwingt in ihm die immer raffiniertere, nahezu vollständig profitorientierte Beherrschung von Pflanzen und Tieren, Böden und Gewässern bis in den letzten Winkel der Erde mit. Wer hat welche Interessen und Ziele im Sinn, wenn von Bioökonomie die Rede ist? Welche Werte, Zustände oder Errungenschaften gilt es im Blick zu halten?

 

Welche der so unterschiedlichen wie gegensätzlichen Konzepte der Bioökonomie zielen auf Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit? Welche können den globalen sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen gerecht werden? Welche wären lediglich Raubbau im neuen Gewand? Wer wäre Nutznießer, wer Verlierer? Christiane Grefe lässt viele Akteure auf dem weiten Feld der Bioökonomie zu Wort kommen. Sie nähert sich differenziert und abwägend dem überaus komplexen Geflecht aus Anforderungen, Interessen, Möglichkeiten und Risiken des zukünftigen Wirtschaftens auf der Erde.

 

Das Buch "Global Gardening – Bioökonomie: Neuer Raubbau oder Wirtschaftsform der Zukunft?" von Christiane Grefe, Seiten: 320, Erscheinungsdatum: 1.9.2016, Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung (Bd. 1737) können Sie hier bestellen.

 

IWE Berlin, 02.09.2016

 

Deutsche Agrarkonzerne profitieren von Entwicklungshilfe

Studie von Oxfam Deutschland

 

Die Bundesregierung begünstigt unter dem Deckmantel der Hungerbekämpfung einseitig die Agenda großer Agrarkonzerne, empfiehlt konkrete Markenprodukte und zum Teil hochgiftige Pestizide. Zu diesem Fazit kommt Oxfam Deutschland in dem Bericht "Böcke zu Gärtnern. Warum die aktuelle Kooperation mit Agrarkonzernen eine nachhaltige Landwirtschaft verhindert".

 

Demnach verstößt das Entwicklungsministerium (BMZ) bei Kooperationsprojekten mit Agrarkonzernen gegen eigene Vorgaben, schließt agrarökologische Ansätze de facto aus und übergeht Kleinbauern bei der Projektentwicklung.
 
Die Oxfam-Studie zeigt, wie aktuelle Kooperationsprojekte mit Agrarkonzernen wie Bayer, BASF und Yara auf eine industrielle Landwirtschaft setzen. Von Hunger hauptsächlich betroffene Gruppen wie Kleinbauern oder Frauen wurden bei der Entwicklung der untersuchten Projekte bis auf eine beschränkte Ausnahme dagegen nicht beteiligt.

 

Oxfam wertete für den Bericht zahlreiche über das Informationsfreiheitsgesetz erhaltene Dokumente und Schulungsmaterialien zu drei öffentlich-privaten Partnerschaften (PPPs) aus: die Better Rice Initiative Asia (BRIA), die Competitive African Rice Initiative (CARI) sowie die Potato Initiative Africa (PIA).

 

Die vollständige Pressemitteilung von Oxfam Deutschland finden Sie hier.


Zur Studie "Böcke zu Gärtnern. Warum die aktuelle Kooperation mit Agrarkonzernen eine nachhaltige Landwirtschaft verhindert" geht es hier.

 

IWE Berlin, 02.09.2016

 

Sustainable Urban Agriculture and Food Planning

Published by Routledge

 

About the book: "As urban populations rise rapidly and concerns about food security increase, interest in urban agriculture has been renewed in both developed and developing countries. This book focuses on the sustainable development of urban agriculture and its relationship to food planning in cities.

 

It brings together the best revised and updated papers from the Sixth Association of European Schools of Planning (AESOP) conference on Sustainable Food Planning. The main emphasis is on the latest research and thinking on spatial planning and design, showing how urban agriculture provides opportunities to develop and enhance the spatial quality of urban environments.

 

Chapters address various topics such as a new theoretical model for understanding urban agriculture, how urban agriculture contributes to restoring our connections to nature, and the limitations of the garden city concept to food security. Case studies are included from several European countries, including Bulgaria, France, Germany, Italy, Netherlands, Romania, Spain, Turkey and the UK, as well as Australia, Canada, Cameroon, Ethiopia and the United States (New York and Los Angeles).

 

"Sustainable Urban Agriculture and Food Planning", Edited by Rob Roggema, Routledge 2016, 272 pages. Available here.

 

IWE Berlin, 29.08.2016

 

Innovative Markets for Sustainable Agriculture

How Innovations in Market Institutions encourage Sustainable Agriculture in Developing Countries

 

Abstract: Between 2013 and 2015, the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) and the French National Institute for Agricultural Research (INRA) undertook a survey of innovative approaches that enable markets to act as incentives in the transition towards sustainable agriculture in developing countries. Through a competitive selection process, 15 cases from around the world provide insights into how small-scale initiatives that use sustainable production practices are supported by market demand, and create innovations in the institutions that govern sustainable practices and market exchanges.

 

These cases respond to both local and distant consumers’ concerns about the quality of the food that they eat. The book evidences that the initiatives rely upon social values (e.g. trustworthiness, health [nutrition and food safety], food sovereignty, promotion of youth and rural development, farmer and community livelihoods) to adapt sustainable practices to local contexts, while creating new market outlets for food products. Specifically, private sector and civil society actors are leading partnerships with the public sector to build market infrastructure, integrate sustainable agriculture into private and public education and extension programmes, and ensure the exchange of transparent information about market opportunities.

 

The results are: (i) system innovations that allow new rules for marketing and assuring the sustainable qualities of products; (ii) new forms of organization that permit actors to play multiple roles in the food system (e.g. farmer and auditor, farmer and researcher, consumer and auditor, consumer and intermediary); (iii) new forms of market exchange, such as box schemes, university kiosks, public procurement or systems of seed exchanges; and (iv) new technologies for sustainable agriculture (e.g. effective micro-organisms, biopesticides and soil analysis techniques). The public sector plays a key role in providing legitimate political and physical spaces for multiple actors to jointly create and share sustainable agricultural knowledge, practices and products.

 

Download PDF here.

 

IWE Berlin, 25.08.2016

 

Local Food for Global Future

Sustainable Food Security

 

A critical analysis of the post World-War II industrial agriculture and food system showed a number of drawbacks. To overcome these difficulties a new paradigm is needed: sustainable food security that requires a focus on local resources. Starting from recently published articles and new research the book "Local Food for Global Future" by Dr. Harry Donkers presents a structured approach, which  offers opportunities and challenges for local and regional food systems, that we se re-emerging globally.

 

Based on a new classification of local food system the book goes into adequate governance structures. This is demonstrated by a number of examples chosen from all over the world. Special attention is given to developments in The Netherlands and in Russia. A thorough overview is presented of the specific types of knowledge and innovation that is needed for a strong development of the local food systems.

 

The book uncovers the power of local food beyond the local territory. Questions are answered about the consequences when developing regional food systems worldwide. A clear vision is presented on local and regional food and its significance and potential impact on global future, with a fascinating perspective for all people involved.

 

About the author: Dr. Harry Donkers has a broad experience on research and -management. He was first author of the books "With every bite a better countryside" and "Regions, finger-licking good" and wrote about 200 publications on societal subjects. From 2006-2010 he joined the Arc of Taste Commission of Slow Food Netherlands.

 

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IWE Berlin, 17.08.2016

 

Footprint. Die Welt neu vermessen

Die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen persepktivisch einschätzen

 

Am 08. August ist es leider schon wieder so weit: Der globale Erdüberlastingstag, Earth Overshoot Day für das Jahr 2016  ist erreicht, d. h. die natürlichen Ressourcen für das jahr sind aufgebraucht, alles was wir danach angreifen, geht zu Lasten der Natur und der Zukunft: Wir leben auf Pump.

 

Wie viel Natur haben wir – wie viel nutzen wir? Auf diese Frage gibt die Footprint-Methode eine wissenschaftlich fundierte Antwort.

 

Die maßgeblich von Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Network in Oakland/Kalifornien und Genf entwickelte Footprint-Methode (oder ökologischer Fußabdruck) ist für die Planung und Risikoabschätzungen von Unternehmern, Investoren, Entwicklungsfachleuten, Stadtplanern und politischen Strategen unverzichtbar.

 

Mathis Wackernagel & Bert Beyers: FOOTPRINT. Die Welt neu vermessen, Neuausgabe 2016 mit aktuellen Zahlen und Kommentaren, Grafiken und Tabellen, 256 Seiten, broschiert, € 19,90 bei der Europäischen Verlagsanstalt. Das Buch kann man zum Beispiel bei Buch7.de bestellen, wo 75% des Gewinns an soziale, kulturelle und ökologische Projekte gespendet werden.

 

IWE Berlin, 14.07.2016

 

OECD-FAO Agricultural Outlook 2016-2025

Special Focus: Sub-Saharian Africa

 

The 2016 edition of the OECD-FAO Agricultural Outlook provides an assessment of the medium-term prospects of global agriculture. The report highlights that for the sector to meet the expanding demand for food, feed and raw products for industrial uses, significant production growth is needed.

 

This expansion will have to take place in the face of declining land and water availability for many areas in the world, compounded by the effects of climate change. It is clear that the majority of growth will have to come from more efficiency in agricultural production, but also from improvements throughout the wider value chain.

 

The international community has recognised the key role of agriculture in addressing society’s goals. Agriculture is a key sector for the achievement of many goals in the 2030 Agenda for Sustainable Development, which aims to end poverty and hunger and promote prosperity and people’s wellbeing, while protecting the environment. This Outlook outlines how agriculture can actively contribute to the attainment of these goals.

 

IWE Berlin, 04.07.2016

 

How Does Agriculture Change Our Climate?

All time high of GHG emissions from agriculture in 2014

 

Greenhouse gas emissions from agriculture reached an all time high in 2014, at 5.25 billion tonnes of CO2 equivalents per year (Gt CO2eq yr-1). The data released by FAO (13 June 2016) in the FAOSTAT Emissions database to the year 2014, are the first to be made available to the public and scientific community. They form the base of a new collaborative report on agriculture and GHG emissions by the University of Minnesota, written together with FAO, the CGIAR system and various universities. 

 

The new FAO data indicate that in 2014 methane and nitrous oxide emissions from crop and livestock management remain strong and may begin to grow faster than fossil fuel emissions, reversing decadal trends since the 1960s, during which fossil fuel emissions had grown several times faster than agriculture.

 

Emissions from agriculture represented only about 14.6% of the 2014 total carbon emissions from fossil fuels, but their growth rate compared to emissions from fossil fuels was more than double in 2014, at 1.3% annually. While global emissions from fossil fuels are expected decrease in 2015 for the first time in recent history, this is unlikely to happen for agriculture.

 

Historically, emissions from fossil fuels grew much faster than those in agriculture. Emissions from fossil fuels in 2014 represented a tripling of emissions since 1961, while those from agriculture nearly doubled in 2014 with respect to 1961. Since 1990 (reference year for the Kyoto Protocol) fossil fuels emissions increased by 60%, while those from agriculture grew from 1961 to 2014 by only 15%. 

 

Thus the emissions trends observed in 2014 may represent a reversal between fossil fuels and agriculture emissions that should be monitored closely in coming years, as the world energy mix continues to decouple from carbon through increased use of renewable energy sources. By contrast, emissions from agriculture will continue to depend for many more years on crop and livestock processes with inherently higher carbon intensities.

 

IWE Berlin, 21.06.2016

 

iPES FOOD: From Uniformity to Diversity

A paradigm shift from industrial agriculture to diversified agroecological systems

 

Many influential studies have helped shape our understanding of the perilous situation our food systems are in, from the degradation of ecosystems to the fragility of farmer livelihoods in many parts of the world; from the persistence of hunger and under-nutrition to the rampant growth of obesity and diet-related diseases.

 

However, few studies have yet to provide a comprehensive view of how alternative food systems, based around fundamentally different agricultural models, perform against the same criteria. Even fewer have mapped out the pathways of transition towards the sustainable food systems of the future.

 

This report explores the potential for a shift to occur from current food systems, characterized by industrial modes of agriculture, to systems based around diversified agroecological farming. It asks what the impacts on food systems would be if diversity, rather than uniformity, were the key imperative. The ecological benefits of such a shift have been widely documented. The key question, and the one asked in this report, is where the trade-offs lie.

 

IWE Berlin, 14.06.2016

 

Overview of Community Supported Agriculture in Europe

The Community Supported Agriculture (CSA, German: Solidarische Landwirtschaft) movement is being increasingly recognized for offering an alternative to the unsustainable industrial food system and thus as a concrete approach in the transition towards agroecology and food sovereignty.

 

In the “European CSA Overview”, the European CSA Research Group combines the knowledge of actors from 22 European countries. All these actors are from the interface of research and farming and have an intimate knowledge of CSAs in their respective countries. The Report thus gives an insiders’ perspective on the state and the dynamics of the CSA movement in the continent. With this Report, the European CSA Research Group aims to improve knowledge generation and sharing amongst CSAs in Europe and to create awareness among policy makers and the wider public that functioning alternatives to industrial food dependency exist.

 

Apart from presenting the results of a Europe wide census, this report analyses the agro-ecological dimension of CSA practice.

 

Berlin, 03.06.2016

 

The Global Food System – An Analysis

Challenges to transition to a sustainable and resilient food system

 

The Global Food System - An Analysis (January 2016) is a 156 pages strong study by Eva Gladek and colleagues on the current structure of the food system that lies at the center of a nexus of global problems, stretching from poverty to environmental degradation.

 

The study is focussing on four main challenges that need to be addressed simultaneously in order to transition to a sustainable and resilient food system: (1) Adaptive and Resilient Food System, (1) Nutritious Food For All, (3) Remaining Within Planetary Boundaries, (4) Supporting Livelihoods and Wellbeing.

 

From the summary: "Making food policy decisions for the global food system requires stronger and more cooperative international governance. Many impacts in the food system today can be traced back to a structural limitation of governance and enforcement."

 

IWE Berlin, 22.04.2016

 

Saatgut: Wer die Saat hat, hat das Sagen 

Buch von Anja Banzhaf

"Wer die Saat hat, hat das Sagen." Das Sprichwort bringt es auf den Punkt: Wer unser Saatgut kontrolliert, kontrolliert die gesamte Nahrungs-mittelkette. Die Agrarindustrie versucht weltweit die Kontrolle über die Saat zu übernehmen. Doch vielerorts kämpfen Bäuerinnen und Gärtner dafür, über ihr Saatgut und ihre Art der Landwirtschaft selbst zu bestim-men. Welche Wege Samengärtner, Züchter und Aktivistinnen finden, um die Sortenvielfalt zu erhalten, schildert dieses liebevoll gestaltete Buch.

 

 

 

 

IWE Berlin, 21.03.2016

 

 

Iss was?! – Tiere, Fleisch & ich

Ein Buch für Kinder und Jugendliche

Essen kann gut schmecken oder auch nicht. Essen kann gesund sein oder auch nicht. Es gibt also gute Gründe, nach der Zusammensetzung und der Herkunft von Lebensmitteln zu fragen. Das gilt ganz besonders für Fleisch.

 

Immer mehr Menschen – auch Kinder und Jugendliche – wollen wissen, wie die Tiere auf ihrem Speiseplan gelebt haben, wie sie geschlachtet und gefüttert wurden. Aber das ist gar nicht so einfach herauszufinden, denn auf der Verpackung im Supermarkt steht so etwas nicht. Iss was?! – Tiere, Fleisch & ich will Abhilfe schaffen und die wichtigsten Informationen zum Thema „Fleisch“ für alle verständlich und anschaulich präsentieren. Es zeigt, dass persönliche Entscheidungen oft eine große Tragweite haben – und dass ein Stück Fleisch auf dem Teller manchmal eine große Bedeutung hat für andere Regionen auf der Welt.

 

Hgg.: Heinrich-Böll-Stiftung, illustriert von Gesine Grotrian.

 

IWE Berlin, 07.03.2016

 

Reserveantibiotika in der Milcherzeugung in Deutschland

Hintergrundpapier von Germanwatch

Praktiker und Tierärzte berichten in Übereinstimmung mit wissenschaftlichen Untersuchungen über steigende Einsätze von Reserveantibiotika im Kuhstall. Dies erhöht die Gefahr, dass sich bei Kühen gegen diese „letzten Mittel“ resistente Keime entwickeln, die dann auch auf Menschen übertragen werden können. Bereits heute sterben in Deutschland pro Jahr mehr als 15.000 Menschen, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Germanwatch liefert zu diesem Themenkomplex das Hintergrundpapier Reserveantibiotika in der Milcherzeugung in Deutschland.

 

IWE Berlin, 17.02.2016

 

Der Kritische Agrarbericht 2016

Am 14. Januar 2016 erschien zum 15. Mal der Kritische Agrarbericht. Schwerpunkt des diesjährigen Agrarberichts ist Wachstum bzw. die Grenzen desselben. 

 

Mit dabei u. a. auch die IWE-Mitglieder Tanja Busse, Franz-Theo Gottwald und Valentin Thurn sowie Urs Niggli, Martin Häusling und Isabel Boergen u. v. m. Einen großen Teil der Artikel gibt es online.

 

Stichworte: Glyphosat, Milchkrise, TTIP, Landgrabbing

 

IWE Berlin, 15.02.2016

 

Unser Essen mitgestalten!

Ein Handbuch zum Ernährungsrat

Das Inkota-Netzwerk hat als Handbuch zum Ernährungsrat die Broschüre “Unser Essen mitgestalten” veröffentlicht. Darin wird das Konzept des Ernährungsrats als wichtiges Instrument für die Ernährungs- und Agrarwende beschrieben. Zudem werden die Food Policy Councils in Toronto und Bristol, für Deutschland die Ansätze in Köln und Berlin vorgestellt. Die Darstellung im Hand-buch zum Ernährungsrat endet mit einem kurzen Leitfaden zur Gründung eines Rates in der eigenen Region.  

 

"Der Ernährungsrat ist ein innovatives Werkzeug, um das Ernährungssystem zu demokratisieren und zukunftsfähig zu machen. In ihm kommen Menschen verschiedener Hintergründe an einen Tisch, um Ernährungspolitik für die Region zu machen."

 

IWE Berlin, 27.01.2016

 

Fleischatlas 2016 – Deutschland Regional

Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Immer mehr Menschen möchten wissen, wie ihre Lebensmittel und vor allem das Fleisch, das sie essen, hergestellt werden. Sie stellen sich Fragen nach den Auswirkungen der Fleischproduktion auf Umwelt, Gesundheit und Gerechtigkeit. Das ermutigt viele Initi-ativen, sich für eine ökologische Form der Tierhaltung einzusetzen. Gleichzeitig werden immer neue Megaställe genehmigt, die Fleisch-produktion für die internationalen Märkte ausgeweitet. Der neue Fleischatlas 2016 – Deutschland Regional wirft einen Blick in die Bundesländer und zeigt anhand vieler Beispiele anschaulich, wie die gesellschaftlichen Ansprüche und die Realität der Fleischpro-duktion an vielen Orten weit auseinanderklaffen.

 

 

IWE Berlin, 13.01.2016

 

Bodenzustand in Deutschland

zum "Internationalen Jahr des Bodens"

Obwohl wir uns so gut wie immer auf ihm aufhalten, nehmen wir den Boden oft nicht mehr wahr. Dabei erfüllt Boden eine Reihe ganz wesentlicher Funktionen: Er ist zum Beispiel Wasserspeicher und -filter sowie unentbehrliche Produktionsgrundlage der Land- und Forstwirtschaft. Ohne die maximal einige Dezimeter mächtige fruchtbare Erde wäre kein Leben auf dem Land möglich. Es ist also kein Zufall, dass wir unseren Planeten als „Erde“ bezeichnen, ebenso wie die über Jahrhunderte bis Jahrtausende gewachsene, komplexe Struktur aus anorganischem und organischem Material. Vor allem in den europäischen Böden gehen Veränderungen sehr langsam vor sich.

 

 

IWE Berlin, 10.01.2016

 

FAO: Food for Cities Programme

Building sustainable and resilient city region food systems

A city region food system approach recognizes that there is great diversity between contexts, the nature of urbanisation, sizes of urban centres (from small and intermediate towns to megacities), types of food systems, and nature of ties with the surrounding countryside and rural populations. It is a cross-sectoral, multi-level, multi-dimensional and multi-stakeholder approach. 

 

In an urbanizing world, dynamic food systems are affected by changes in social, physical and ecological factors. Food insecurity and malnutrition concerns need to be addressed in urban areas as much as in rural areas. City region food systems encompass the complex network of actors, processes and relationships involved in food production, processing, marketing and consumption in a given geographical region. A flow of people, goods and ecosystem services exists across this regional landscape. This rural-urban continuum fosters interdependence of rural and urban economies.

 

IWE Berlin, 16.12.2015

 

Spendenkonto

Institut für Welternährung e.V.

GLS Bank

IBAN: DE54 4306 0967 1138 5065 00 | BIC: GENODEM1GLS

 

Ihre Spende kann steuerlich geltend gemacht werden

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Klimawandel ist die Sache der anderen? Falsch: Er wird uns schneller erreichen, als uns lieb ist und er trifft uns in unserer Komfortzone.  Die Saatgut-Monopole der Welt-Landwirtschaft haben auf die falschen Pflanzen gesetzt. Ihre Hochleistung lässt sich nicht durchhalten. Der Klimawandel zeigt der industriellen Landwirtschaft ihre Grenzen auf.

Wie Suffizienzpolitiken gelingen - eine Handreichung von Manfred Linz
Wuppertal Spezial Nr 52, Wuppertal Institut

Regional, innovativ und gesund

Nachhaltige Ernährung als Teil der Großen Transformation

Steven Engler, Oliver Stengel, Wilfried Bommert (Hg.)

1. Auflage 2016
Vandenhoeck & Ruprecht

 

 

 

 

 

 

 

Wie unser Essen produziert wird - Auf der Suche nach Lösungen für die Ernährung der Welt

Vorreiter einer globalen Ernährungswende - Ein Projekt des IWE

Forschung für die Ernährungwende

Kann das derzeitige Modell der Land- und Ernährungswirtschaft die Zukunft sichern?
Vor welchen Aufgaben stehen die Agrar- und Ernährungs-wissenschaften im 21. Jahrhundert?

Welche Forschung sollte vorrangig gefördert werden?
 
Mehr im Positionspapier des IWE 7/2014

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