Ernährungssouveränität

Was ist Ernährungssouveränität?

Ernährungssouveränität ist das Wissen und die Kontrolle über das, was wir täglich essen. Statt Etikettenschwindel, unverständliche chemische Zusätze und erschöpfte Ressourcen zu befürchten, sollten die Essenden wissen, welche Nähr- und welche Schadstoffe in Lebensmitteln stecken, wo und wie Lebensmittel produziert werden, welchen Weg sie bis zum Teller nehmen. Dazu gehören auch Fragen nach den Arbeitsbedingungen der ProduzentInnen. Und danach, wie mit natürlichen Ressourcen wie Wasser und Boden umgegangen wurde und welche Maßstäbe hinsichtlich Artenschutz angelegt werden. 

 

In den Worten der Initiative Nyéléni
„Das Ziel der Bewegung für Ernährungssouveränität ist, dass Menschen die Gestaltung ihres Lebensmittel- und Agrarsystems selbst in die Hand nehmen. Alle Menschen sollen das Recht auf und den Zugang zu gesunder, regionaler Nahrung, die ohne Ausbeutung von Natur und Menschen hergestellt und verteilt wird, haben.

 

Um Ernährungssouveränität umsetzen zu können, braucht es viele Menschen, die an vielen Orten viele kleine Dinge tun. Menschen, die in ihrem Umfeld die Idee von Ernährungssouveränität verbreiten und umsetzen wollen. Personen und Initiativen, die zusammen auch große Dinge bewegen können, die sich für eine Veränderung der Agrarpolitiken und der Wirtschaft einsetzen.“

 

Nyéléni

Im Jahr 2007 fand in Mali ein großes weltweites Treffen von Initiativen, die sich direkt oder indirekt für Ernährungssouveränität einsetzen, statt, das Nyéléni-Forum, um eine Bewegung für Ernährungssouveränität voranzutreiben. 2011 fand ein weiteres, europaweites Nyéléni-Forum  in Österreich statt, wo festgestellt wurde, dass Europa noch viele weitere regionale Nyéléni-Foren und Basisbewegungen braucht, um in einzelnen Regionen wichtige Prozesse zu initiieren.

 

Die Ziele der Nyéléni-Bewegung sind:

  • eine Bewegung für Ernährungssouveränität aufbauen bzw. verbreitern, d.h. schon bestehende Initiativen zusammenbringen und viele neue Personen und Initiativen mit einbinden
  • ein gemeinsames Verständnis von Ernährungssouveränität schaffen
  • gemeinsam erarbeiten, was die Herausforderungen für die Umsetzungen von Ernährungssouveränität in der jeweiligen Region sind und mit welchen Strategien und Aktionen wir dies erreichen können

 

Seit Mitte 2014 gibt es im deutschsprachigen Raum eine Gruppe, die zu Ernährungssouveränität arbeitet und sich als Teil der Nyéléni-Bewegung versteht. Das nächste internationale Nyéléni-Treffen ist für den Herbst 2016 in Cluj, Rumänien geplant.

 

Mehr

 

Eine (unvollständige) Liste einiger Akteure der Ernährungssouveränität

Spendenkonto

Institut für Welternährung e.V.

GLS Bank

IBAN: DE54 4306 0967 1138 5065 00 | BIC: GENODEM1GLS

 

Ihre Spende kann steuerlich geltend gemacht werden

Empfehlungen

Wie Suffizienzpolitiken gelingen - eine Handreichung von Manfred Linz
Wuppertal Spezial Nr 52, Wuppertal Institut

Regional, innovativ und gesund

Nachhaltige Ernährung als Teil der Großen Transformation

Steven Engler, Oliver Stengel, Wilfried Bommert (Hg.)

1. Auflage 2016
Vandenhoeck & Ruprecht

 

 

 

 

 

 

 

Wie unser Essen produziert wird - Auf der Suche nach Lösungen für die Ernährung der Welt

Vorreiter einer globalen Ernährungswende - Ein Projekt des IWE

Forschung für die Ernährungwende

Kann das derzeitige Modell der Land- und Ernährungswirtschaft die Zukunft sichern?
Vor welchen Aufgaben stehen die Agrar- und Ernährungs-wissenschaften im 21. Jahrhundert?

Welche Forschung sollte vorrangig gefördert werden?
 
Mehr im Positionspapier des IWE 7/2014

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap
© World Food Institute - Institut für Welternährung e.V.
Impressum