Innovationen des Öko-Landbaus für Kleinbauern in Afrika und Indien

IFOAM Organics International, Naturland und FiBL stärken Öko-Kompetenz in ausgewählten Grünen Innovationszentren

 

Andrea Moroni/Flickr

Der verbesserte Zugang zu Wissen und Innovationen des Öko-Landbaus haben großes Potenzial, die Ernährungssicherheit zu verbessern und die Produktivität kleinbäuerlicher Betriebe in Afrika und Indien wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig zu steigern.

 

Mit dieser Zielsetzung unterstützen der Öko-Weltdachverband IFOAM Organics International, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der Naturland Verband für ökologischen Landbau in einem gemeinsamen Projekt derzeit neun ausgewählte Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE).

 

Die Grünen Innovationszentren sind Teil der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ und werden durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in insgesamt 14 Ländern umgesetzt. Seit Mai 2016 gibt es innerhalb des Vorhabens eine länderübergreifende Arbeitsgruppe zum Thema Ökologische Landwirtschaft. Diese hat das Ziel, den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu ökologischen Ansätzen und Innovationen zwischen den GIAE-Ländern und ihren lokalen Partnerinstitutionen zu fördern und zu unterstützen. Zur Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen kooperieren die drei Öko-Organisationen IFOAM Organics International, Naturland und FiBL innerhalb eines gemeinsamen Projekts mit den Zentren.


Ziel der Kooperation ist es, die Umsetzung von ökologischen Ansätzen und Methoden zu fördern, insbesondere auch den Aufbau von landwirtschaftlichen Öko-Wertschöpfungsketten, beginnend mit dem Anbau über die Weiterverarbeitung bis hin zur Vermarktung auf heimischen oder internationalen Märkten. In jedem der Länder hat das Projekt seinen Fokus auf zwei bis drei verschiedene Kulturen, die entweder großes Marktpotenzial haben oder wichtig für die Ernährungssicherung sind. So zum Beispiel wird es in Malawi um Maniok, Soja und Erdnüsse gehen, in Kamerun stehen Gemüse und Kartoffeln im Fokus.


Die Arbeitsbereiche im Detail:

  • Unterstützung mit Marktinformationen; Aufzeigen der Vorteile ökologischer Landwirtschaft bei politischen Entscheidungsträgern; Kommunikation der Vorteile von Öko-Produkten in den jeweiligen Ländern, sowie Gesamtkoordination der Initiative. (IFOAM Organics International)
  • Studien und Forschungen zum Verbraucherbewusstsein für Öko-Produkte in den Ländern; Dienstleistungen zur Umstellung auf ökologischen Landbau, Unterstützung bei der Zertifizierung und beim Zugang zu Märkten durch Naturland Partner aus Verarbeitung und Handel. (Naturland)
  • Entwicklung von Trainingsmaterialien für Landwirte und Multiplikatoren, Schulung von Partnern vor Ort sowie Förderung des Austauschs zwischen Wissenschaft und Praxis im afrikanischen und indischen Kontext. (FiBL)

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

IWE Berlin, 13.12.2017

 

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