Noch 60 Ernten: Das Fukushima der Ernährung

Ursula Hudson von Slow Food im Interview mit der Heilbronner Stimme

Heilbronn, 27.03.2016: An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn sprach Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, jüngst über die Rolle des Essens für die Entwicklung der Erde. "Ohne Essen geht nichts, und doch ist Ernährungssicherheit in keiner Weise gewährleistet", sagte sie der Heilbronner Stimme-Redakteurin Stefanie Sapara am Rande der Veranstaltung.

 

Frau Dr. Hudson, mit den Studierenden sprachen Sie über den Zusammenhang zwischen dem Lebensmittelhandel und den Ideen der Vereinigung Slow Food. Kann es da überhaupt eine Schnittmenge geben?

 

Dr. Ursula Hudson: Die Weltagrarorganisation FAO hat kürzlich erklärt, dass die Welt noch 60 Ernten zu erwarten hat, wenn die Bodenerosion weiter so fortschreitet. Das ist sozusagen das Fukushima der Ernährung. Es gibt kein Wirtschaftsmodell, in dem es möglich ist, bei Lebensmitteln auf Massenproduktion und niedrige Preise zu setzen, ohne dabei die Umwelt zu zerstören. Dieses Produktionsmodell hat zum Wertschätzungsverlust von Lebensmitteln geführt. Während es weiterhin Anreize für Überproduktion und Verschwendung schafft, lagert es die realen Kosten auf die Umwelt und nachkommende Generationen aus.

 

 

IWE Berlin, 11.04.2016

 

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