Welche Landwirtschaft benötigt die Welt?

Die NZZ im Gespräch mit Wilhelm Gruissem und Urs Niggli

In einem friedlichen, aber aufschlussreichen Interview bat die NZZ den Gentechnologen Wilhelm Gruissem, der in der Vergangenheit u. a. für Monsanto und Syngenta gearbeitet hat, und Urs Niggli, Direktor des FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau), an einen Tisch und fragte, wie welche Landwirtschaft die Welt zukünftig ernähren soll:

 

Niggli: Wir müssen die ungeheure Vernichtung von Lebensmitteln durch eine unmässige Tierhaltung angehen. Der Fleischkonsum muss gesenkt werden. Die Produktion von Energie in der Landwirtschaft muss sofort gestoppt werden. 

 

In den Entwicklungsländern müssen wir die Lagerung von Lebensmitteln verbessern, was leicht machbar ist, aber Investitionen erfordert. Zudem müssen wir Feld- und Transportverluste vermeiden sowie den Food-Waste bei der Verarbeitung und beim Konsum reduzieren.

 

Die Wissenschaft kann mit technologischen Lösungen zu diesen Problemen beitragen. Politisch sind entsprechende Gesetze notwendig. Andernfalls gerät die ökologische Stabilität unserer Erde aus dem Gleichgewicht. [...] 


Gruissem: Wir müssen mit verschiedenen Methoden, wozu auch die Gentechnologie gehört, Kultursorten so verändern, dass sie im Verbrauch von Düngemitteln und Wasser wesentlich effizienter und gegen die immer aggressiveren Pathogene resistenter werden. Auch muss die Toleranz der Pflanzen gegen Klimaveränderung verbessert werden. In diesem Bereich wird sehr viel Forschung betrieben. [...]

 

NiggliEs gibt noch viele Potenziale, die landwirtschaftlichen Erträge ohne Gentechnologie zu steigern... 

 

 

IWE Berlin, 30.07.2015

 

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