Agrarökologie statt "klimasmarte" Landwirtschaft

NGO-Bündnis kritisiert Greenwashing

358 Nichtregierungsorganisationen, u. a. Brot für die Welt, Misereor und Greenpeace, haben sich in einem international aufgestellten Bündnis deutlich gegen das Konzept der Climate Smart Agiculture ausgesprochen.

 

2014 hatte sich die "Global Alliance for Climate Smart Agriculture" mit dem Ziel formiert, „die Herausforderungen für Ernährungssicherheit und Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“ anzugehen und die sogenannte klimasmarte Landwirtschaft zu fördern.

 

Die Selbsterklärung lautet recht allgemein: „CSA fördert Produktionskreisläufe, durch die Produktivität und Widerstandsfähigkeit (Anpassung) nachhaltig gesteigert und Treibhausgase verringert werden.“

 

Das NGO-Bündnis warnt nun vor Klima-Greenwashing für Agrarkonzerne, denn unter den 100 Mitgliedern seien hauptsächlich Industrieländer. Zudem sei die mit der Agrarchemie assoziierte Privatwirtschaft stark vertreten, z. B. der Konzern Yara oder der Verband Fertilizers Europe".

Eine solche Allianz stehe einer dringend notwendigen Umgestaltung der gegenwärtigen Landwirtschafts- und Ernährungssysteme im Wege. Die UnterzeichnerInnen fordern daher politische Entscheidungsträger in einem offenen Brief dazu auf, CSA abzulehnen und die Agrarökologie zum Grundpfeiler von Politik im Bereich Landwirtschaft und Klima zu machen.  

 

 

IWE Berlin, 23.09.2015

 

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