Gefährliches Zögern in der Glyphosat-Debatte?

Die Diskussion seit der Veröffentlichung des IARC-Berichts hält an

Seit im März die IARC (International Agency for Research on Cancer), eine Einrichtung der WHO, das weitverbreitete Herbizid Glyphosat in einer Neueinschätzung als "wahrscheinlich krebserregend" (Glyphosate Monograph, S. 78) einstufte, wurde einerseits viel diskutiert. Andererseits reagierten die entscheidenden Behörden in Deutschland und der EU vorerst nur mit Zurückhaltung. Dabei sind klare Positionen bald nicht mehr zu vermeiden, denn die EU-Zulassung für Glyphosat läuft Ende des Jahres aus.

 

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zögert mit einer Einschätzung, die schon im August erscheinen sollte, mit der nun aber erst Ende Oktober/Anfang November zu rechnen sei. Daneben wehrt sich Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gegen Vorwürfe, es habe bereits bekannten Risiken nicht genug Bedeutung beigemessen.

 

Inzwischen scheint sich also weniger die Frage danach zu stellen, ob Glyphosat Risiken birgt, als viel mehr wie groß diese tatsächlich sind. Und wie groß sie sein dürfen. An letzterer verhärten sich allmählich die Fronten.

 

Hinzu kommt aber auch die Frage nach Auswirkungen auf die Biodiversität, insbesondere auf nichtpflanzliche Organismen wie Regenwürmer. Hier gibt es immer mehr Hinweise, das wichtige Nützlinge geschädigt werden.

 

Einen vielschichtigen Einblick in die Debatte gibt der Artikel Glyphosat: Gefahr für Regenwürmer, Mensch und Umwelt? von Brigitte Zarzer auf Telepolis vom 10.08.2015:

 

 

IWE Berlin, 10.08.2015

 

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