Aktion: Save Our Soils – Rettet unsere Böden

Unsere Böden sind erschöpft. In rasantem Tempo werden die wenigen noch nährstoffhaltigen Böden täglich weiter durch industrielle Landwirtschaft ausgelaugt und verschwinden somit als Anbaufläche, die es braucht, um die Welt zu ernähren. 
Ein Klick bedeutet 5 EUR mehr für den Fond zur Bodenrettung!
Damit werden Böden aufgekauft und vor der Vernichtung bewahrt bzw. ökologisch bewirtschaftet, d.h. zum Beispiel mit Mikroorganismen versorgt, die zur Renaturierung beitragen.

 



Pressemittelung des Internationalen Ökoprojekt „Ich mag Bio”:

Mit einem Like Lebensgrundlagen retten


Waddinxveen, 28. Mai 2015 – Mit einer breit angelegten Kampagne wollen internationale Kooperationspartner der Biobranche auf die dramatische Situation der globalen Bodenvernichtung durch die industrielle Landwirtschaft hinweisen und zugleich gegensteuern. Laut einer Untersuchung der Vereinten Nationen gehen weltweit in jeder Minute Flächen in der Größenordnung von rund 30 Fußballfeldern verloren: Durch Überdüngung, hemmungslosen Einsatz von Bioziden, der rasant schwindenden natürlichen Bodenfruchtbarkeit, daraus resultierender Erosion und Versteppung von einst fruchtbaren Anbauflächen.


In der Aktion „Save Our Soils – Rettet unsere Böden“ haben sich eine Vielzahl internationaler Unternehmen zusammengeschlossen: Federführend dabei sind die drei niederländischen Unternehmen Eosta, Soil & More und die Triodos Bank sowie die Ulrich Walter GmbH mit der Marke Lebensbaum aus Deutschland, die Teeplantage Ambootia aus Indien und die Amfri Farms aus Uganda.


Bis heute konnten bereits 200.000 Euro für den Bodenschutz gesammelt werden. Ziel ist es, durch die Generierung weitere Spenden von Verbrauchern und Firmen den Fonds auf einen Betrag von 500.000 Euro aufzustocken, durch den dann eine Fläche von 25.000 Hektar Boden gerettet werden kann.


Um das Bewusstsein bei den Verbrauchern von Lebensmitteln zu schärfen, soll die Ausschüttung aus dem Fonds an Aktionen an Klicks von Konsumenten auf den hierfür eingerichteten Like-Button auf der Website des Projektes (www.rettetunsereböden.de) gekoppelt werden: Jeder Klick löst einen Betrag von 5 Euro aus dem gemeinsamen Topf aus, mit dem laut Angaben der Initiatoren eine Fläche von 500 Quadratmetern Boden vor der Vernichtung bewahrt werden kann.


„Wir vergessen allzu leicht, dass die Böden buchstäblich die Grundlage der Welternährung sind“, warnt Aktionsgründer Volkert Engelsman. „Viele sensible Mikroorganismen im Boden werden durch die massiv eingesetzte chemische Keule der industriell betriebenen Landwirtschaft schlichtweg erschlagen und berauben dadurch den Boden seiner natürlichen Fruchtbarkeit und seiner lebenswichtigen Aufnahmefähigkeit für Wasser. Die Folge ist, dass Millionen Hektar ehemals fruchtbarer Anbauflächen fortgeschwemmt und teilweise irreversibel geschädigt wurden. Wenn das so weitergeht, wird definitiv die Welternährung auf Kosten kurzfristiger Ertragsprofite aus Spiel gesetzt.“ Nebenbei, so Engelsman weiter, seien fruchtbare Böden neben den Meeren der zweitgrößte CO2-Speicher, daher von eklatanter Bedeutung für das Klima unseres Planeten.


Die Antwort auf die sich anbahnende Katastrophe lautet den Projektverantwortlichen zufolge Biolandbau bzw. der Einsatz von Bio-Komposten, durch die Böden wieder mit aktiven Organismen versorgt und renaturiert werden können. Projektpartner Soil & More, weltweit aktiv in der Erzeugung und Verbreitung von biologischen Komposten, ist in der Aktion zuständig für die Verteilung der eingesetzten Gelder aus dem Fonds und die Dokumentation der durchgeführten Aktivitäten.


Ins Leben gerufen wurde der Fonds „Save Our Soils – Rettet unsere Böden“ von Natur & More auf der diesjährigen BioFach. Neben der internationalen Konferenz „Celebrating Soil! Celebrating Life!“ im Sommer, die verschiedene Experten zum Thema Boden zusammenbringt, hat Nature & More die Aktion „Werde BodenBotschafter!“ ins Leben gerufen. Prominente Vorreiterinnen wie die Fernsehköchin Sarah Wiener und die Umweltaktivistin Vandana Shiva setzten mit öffentlichen Guerilla Gardening-Aktionen ein aktives Zeichen für den Boden. Die Facebook-Aktion „Ich mag Bio“ soll nun die Kampagnenbotschaft in die sozialen Medien und damit direkt zum Verbraucher tragen.

 

IWE Berlin, 12.06.2015

 

Spendenkonto

Institut für Welternährung e.V.

GLS Bank

IBAN: DE54 4306 0967 1138 5065 00 | BIC: GENODEM1GLS

 

Ihre Spende kann steuerlich geltend gemacht werden

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